BESCHLUSS 28 . Juni Kartellbußgeldsache Nachschlagewerk : ja BGHSt : Veröffentlichung : ja § Abs. ; § Abs. Satz . § Abs. Satz . Unterbrechung Verjährung wenigstens Organ Sinne § Abs. führt auch verjährten Handlungen anderer Organe Bemessung Bußgelds dahinterstehende Unternehmen herangezogen werden können Handlungen sämtlicher Organe hier Hinblick Umsetzung einheitlichen Kartellabsprache Bewertungseinheit einheitlichen prozessualen Tat zusammengefaßt sind . Je länger nachhaltiger Kartell praktiziert wurde je flächendeckender angelegt ist so höhere Anforderungen sind Darlegungen Tatrichters stellen wirtschaftlichen Vorteil Kartellabsprache verneinen will . Beschluß 28 . Juni Kartellsenat Bundesgerichtshofs hat 28 . Juni mündliche Verhandlung Präsidenten Bundesgerichtshofs Prof. Dr. Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Richter Prof. Dr. Dr. Raum Dr. beschlossen : 1 . Rechtsbeschwerden Betroffenen Nebenbetroffenen Urteil Kartellsenats Oberlandesgerichts 6 . Mai werden § Abs. . V.m . § Abs. Maßgabe unbegründet verworfen Betroffene Nebenbetroffene nur vorsätzlichen Sich-Hinwegsetzens verurteilt sind . Rechtsbeschwerdeführer haben Kosten Rechtsmittel insoweit entstandenen notwendigen Auslagen tragen . 2 . Rechtsbeschwerden Staatsanwaltschaft wird vorgenannte Urteil § Abs. Rechtsfolgenausspruch sämtlicher Nebenbetroffener zugehörigen Feststellungen aufgehoben . 3 . Umfang Aufhebung wird Sache neuer Verhandlung Entscheidung auch verbliebenen Kosten Verfahrens anderen Kartellsenat Oberlandesgerichts zurückverwiesen . Gründe : Oberlandesgericht hat Betroffenen Verstoßes Verbot § § Abs. Nr. . § Abs. Nr. . Geldbußen Euro Euro verurteilt . Betroffenen stehenden Unternehmen Nebenbetroffenen Nebenbetroffene hat Geldbußen Euro verhängt . Hiergegen wenden Betroffene Nebenbetroffene Rechtsfolgenausspruch gerichteten Rechtsbeschwerden . Staatsanwaltschaft erstrebt Rechtsbeschwerde Generalbundesanwalt vertreten wird Nebenbetroffene Erhöhung Bußgelder . Rechtsmittel Betroffenen Nebenbetroffenen unbegründet sind führen Rechtsbeschwerden Staatsanwaltschaft Aufhebung Rechtsfolgenaussprüche Nebenbetroffenen . Oberlandesgericht hat Betroffenen Nebenbetroffenen einheitlichen Ordnungswidrigkeit § Abs. Nr. . V.m . . § Abs. Nr. . . V.m . . verurteilt Quotenkartell Raum beteiligt haben . 1 . Feststellungen Oberlandesgerichts kam Wiedervereinigung Verlegung Regierungssitzes Stadtgebiet starken Zunahme Bautätigkeit führte weitere Hersteller Berliner Markt drängten . löste bereits Markt tätigen Herstellern Befürchtung werde zukünftig harten Preiswettbewerb Markt kommen . Initiative Zeugen damals Geschäftsführer Marktführers war kamen Berliner Markt tätigen Transportbetonhersteller Anfang Quotensystem einzuführen . wurden Basis Jahr erzielten Marktanteile Transportbetonherstellern entsprechende Anteile Gesamtproduktion eingeräumt ; neue Anbieter sollten Quotenkartell einbezogen werden . Sinne Übereinkunft erfolgte dann auch Aufnahme weiterer Hersteller Quote bereits Markt tätigen anderen Transportbetonhersteller jeweils entsprechend abgesenkt wurde . Nebenbetroffene schon Beginn Quotenabsprachen beteiligte traten Nebenbetroffenen Mitte Nebenbetroffene Herbst schließlich Nebenbetroffene Ende Kartell . Fast Markt anbietenden Transportbetonhersteller Ausnahme kleinen Unternehmens ganz geringem Marktanteil schlossen Quotenübereinkunft . Rahmen gemeinsamer Treffen mehrmals Jahre stattfanden wurden bislang verkauften Mengen einzelnen Transportbetonherstellern gemeldet voraussichtlichen Gesamtmenge Bezug gesetzt . So konnten einzelnen Kartellmitglieder entfallenden Mengen bestimmt Einhaltung Quotenabsprache überwacht werden . Feststellungen Oberlandesgerichts stieg Nachfrage insbesondere Jahren bestehenden Baubooms stark . Gesamtproduktionsmenge Jahr betrug Mio. cbm Jahr Mio. cbm . Durchschnittspreis erhöhte Jahr DM DM erreichte Jahr Spitzenwert DM Kubikmeter . Absinken Gesamtproduktion Jahr Mio. verringerte Durchschnittspreis DM Jahr nochmals zurückgegangenen Jahresgesamtproduktionsmenge Mio. cbm DM Kubikmeter . gravierenden Einbruch Nachfrage Transportbetonmarkt kam Verlaufe Jahres langfristigen vertraglichen Bindungen späterer Liefertermine erst erheblichen zeitlichen Verzögerung auswirken konnte . Dennoch kam Kartells schon Laufe Jahres verstärkt Jahre erheblichen Spannungen Beteiligten zunehmende Auseinandersetzungen zugedachten Quoten entstanden . Jedenfalls Oktober hielten Beteiligten Quotenabsprachen meldeten Produktionszahlen auch rückgängigen Nachfrage eingeräumte Quote Aufträge akquirieren versuchten . Ankündigung Firma Oktober Kubikmeter DM anbieten wollen fand Quotenkartell Ende . 2 . Oberlandesgericht hat Verhalten Ordnungswidrigkeit § Abs. Nr. . V.m . . August § Abs. Nr. . V.m . . gesehen . Beitritt Kartell vorgenommenen Einzelabsprachen würden Bewertungseinheit verbunden . liege Beendigung Kartells jeweils nur einheitliche Ordnungswidrigkeit . Nebenbetroffenen hat Oberlandesgericht sachverständig beraten Erhöhung Bußgeldrahmens § Abs. abgelehnt zweifelsfrei festgestellt werden könne Nebenbetroffenen Kartellabsprache tatsächlich Mehrerlös zielt hätten . erzielten Preise ließen seinerzeit bestehenden Nachfrageüberhang erklären . II . Rechtsbeschwerden Betroffenen auch Nebenbetroffenen zeigen durchgreifenden Rechtsfehler Nachteil Rechtsmittelführer . Rechtsbeschwerden Staatsanwaltschaft sind erfolgreich Oberlandesgericht Bußgeldrahmen Vorteil Nebenbetroffenen rechtsfehlerfrei bestimmt hat . 1 . Rechtsbeschwerden Betroffenen Nebenbetroffenen sind Gründen Antragsschrift Generalbundesanwalts unbegründet § Abs. . V.m . § Abs. . Senat bemerkt ergänzend lediglich folgendes : Oberlandesgericht geht Recht Einzelabsprachen umfassenden Bewertungseinheit . Begründung Kartells wurden Feststellungen Oberlandesgerichts wesentlichen Eckdaten festgelegt . Grundabsprache betraf einmal Zuteilung Quoten Basis Marktanteile Gesamtproduktionsmenge Jahres Öffnungsklausel weitere hinzukommende Anbieter Einführung Meldesystems Grundlage mitgeteilten Absatzmengen Übersicht Gesamtproduktionsmenge ermöglichte Berechnung einzelnen Kartellmitgliedern noch liefernden Mengen erlaubte . Grundlage späteren Treffen ausgehandelten Einzelabsprachen dienten nur noch Aktualisierung Grundabrede Anpassung neue Mitglieder Quotenkartell aufgenommen werden sollten . eigenständiger Unrechtsgehalt kam . derartige lediglich konkretisierende Absprachen gelten Grundsätze Bundesgerichtshof Einzelhandlungen Hinwegsetzens Sinne § Abs. Nr. . V.m . . entwickelt hat . Rechtsgutsverletzung gerichteten Handlungen stellen mehrfache Verletzung vielmehr werden schon gesetzlichen Tatbestand Bewertungseinheit verbunden BGHSt . konkretisierenden Folgeabsprachen erfüllen Tatbestand Sich-Hinwegsetzens Unwirksamkeit Kartellvereinbarung abzielen Kartellvereinbarung umzusetzen . wird verbotene Absprache gültig angesehen behandelt Gesetz Wirksamkeit abspricht . reicht Erfüllung Tatbestands Sich-Hinwegsetzens . WuW/E Frankfurter Kabelkartell . ist unerheblich Vertreter Kartellmitglieder Vorfeld Quotenfestlegung eigenen Produktionsmengen zutreffend weitergegeben haben . Selbst Mitteilungen falsch gewesen sein sollten haben Beteiligten jedenfalls Anschein gesetzt Kartellvereinbarung halten wollen . haben aber zumindest übrigen Mitglieder Durchführung Kartells bestärkt Oberlandesgericht zutreffend angenommen hat Umsetzung unwirksamen Kartellabsprache gefördert . Annahme Bewertungseinheit steht auch 6 . GWB-Novelle Ordnungswidrigkeitstatbestand § Abs. Nr. . umgestaltet Novelle § Abs. Nr. aufgenommen wurde . 6 . GWB-Novelle Gesetz 26.8.1998 BGBl trat Beendigung Kartells Ende Oktober erst 1 . Januar Kraft Art . . Senat hat entsprechende Korrektur Schuldspruches Rechtsmittelführern vorgenommen Berichtigung Schuldspruchs gemäß § Abs. . V.m . auch revidierenden Betroffenen Nebenbetroffenen erstreckt . neue Gesetz ist milderes Gesetz Sinne § Abs. anzuwenden . Vielmehr wurden Tatbestandsvoraussetzungen Abs. Nr. . V.m . . sogar verschärft nunmehr allein bloße Zuwiderhandlung § bußgeldbewehrt zusätzliches Sich-Hinwegsetzen mehr erforderlich ist Bußgeldrahmen verändert wurde . Auch Hinblick Annahme Bewertungseinheit bleibt später Kraft getretene Regelung § Abs. Nr. Ergebnis Auswirkung . Insoweit verbindet kartellbegründende Vereinbarung bezogenen Abreden einheitlichen strafrechtlichen Bewertung vgl. BGHSt . Konkretisierung Aktualisierung Grundvereinbarung angelegten Folgeabsprachen sind Hinblick § Abs. Nr. gleichfalls einheitlichen Tat zusammengefaßt worden Verjährung insgesamt erst Beendigung Kartells beginnt § Abs. . Ordnungswidrigkeit ist Hinblick Nebenbetroffene ganz noch teilweise verjährt . Zwar ist Ordnungswidrigkeit damaligen Geschäftsführers verjährt insoweit verjährungsunterbrechenden Maßnahmen ergriffen wurden . Feststellungen Oberlandesgerichts hat jedoch Betroffene spätere Geschäftsführer . spätestens Herbst Nebenbetroffene Treffen beteiligt Absatzmeldungen abgegeben . ist Verjährung jedenfalls Erlaß Bußgeldbescheids unterbrochen worden . Wird -9- Verjährung Organ Sinne § Abs. Nr. unterbrochen wirkt Unterbrechung auch Nebenbetroffene Organ vertretene Unternehmen vgl. . . Unterbrechung Verjährung führt prozessuale Tat insgesamt verjährt vgl. BGHSt . Insoweit ist Unterbrechung Verjährung entsprechende Gegenstück eingetretenen Verjährung Ordnungswidrigkeit Ganzes bezieht § Abs. Satz . einheitliche verjährte Tat erstreckt umfassend richterliche Kognitionspflicht vgl. . NStZ-RR . bedeutet Bußgeldrichter verpflichtet ist auch zeitlich vorgelagerte Einzelhandlungen Taten anderer Sinne § Abs. prüfen gegebenenfalls Bemessung Bußgelds Lasten Nebenbetroffenen berücksichtigen . 2 . Rechtsfolgenausspruch beschränkten Rechtsbeschwerden Staatsanwaltschaft Ungunsten Nebenbetroffenen sind begründet Oberlandesgericht Vorliegen Mehrerlöses § Abs. . rechtsfehlerfrei verneint hat . Oberlandesgericht geht Ansatz Rechtsverstoß Frage überhaupt Mehrerlös entstanden ist Bedacht Zweifelsgrundsatz festzustellen ist . kartellbedingte Mehrerlös ist Rechtsprechung Differenzbetrag tatsächlichen Einnahmen Wettbewerbsverstoßes erzielt werden Einnahmen Kartellabsprachen bevorzugte Unternehmen Wettbewerbsverstoß erzielt hätte . Bußgeldbemessung . Nur Richter sichere Überzeugung gewonnen hat Kartellverstoß Mehrerlös erzielt worden ist ist Bußgeldrahmen § Abs. Satz zweiter . eröffnet . Insoweit ist Raum Schätzung . ergibt auch eindeutigen gesetzlichen Regelung § Abs. Satz Schätzung ausdrücklich Höhe Mehrerlöses beschränkt . Beweiswürdigung Oberlandesgerichts Anfall Mehrerlöses Betroffenen verneint hält rechtlicher Überprüfung stand . rechtliche Überprüfung beschränkt Beweiswürdigung widersprüchlich unklar lückenhaft ist Denkgesetze gesicherte Erfahrungssätze verstößt vgl. . 12.9.2001 StR NStZ m.w . . Ferner ist Beweiswürdigung dann fehlerhaft Tatrichter Anforderungen Verurteilung erforderliche Gewißheit überspannt erforderliche Gesamtwürdigung unterlassen hat . Beweiswürdigung . Oberlandesgericht hat wirtschaftlichen Grundsatz Gründung Kartells grundsätzlich Steigerung Gewinns Kartell beteiligten Unternehmen dient Rechtsgründen gebotene Gewicht zugemessen . generelle Eignung Kartells Mitglieder wirtschaftliche Vorteile entstehen lassen folgt schon beteiligten Unternehmen Festlegung bestimmter Quoten Notwendigkeit enthoben sind Wettbewerb Markt Erlangung Aufträgen konkurrierende Unternehmen durchzusetzen regelmäßig angebotenen Preise erfolgt . Wird beteiligten Unternehmen vornherein fest umrissene Quote zugedacht können Marktmechanismen Wirkung entfalten . wird grundsätzlich Preiswettbewerb hend Kraft gesetzt . liegt Lebenserfahrung Rahmen Kartells erzielten Preise höher liegen Wettbewerb erreichbaren Marktpreise . Unternehmen eingeräumten Quote Wettbewerb bestehen muß wird regelmäßig Preissenkungsspielräume nutzen . Bildung Kartells Durchführung indizieren Beteiligten hieraus auch jeweils Vorteil erwächst . Unternehmen bilden derartige Kartelle Preissenkung vornehmen auch Gewinnschmälerung hinnehmen müssen . ökonomischen Grundsätzen wird Kartellen regelmäßig Kartellrendite entstehen . spricht Bundesgerichtshof bereits Hinblick Submissionsabsprachen ausgeführt hat BGHSt hohe Wahrscheinlichkeit Kartell gebildet erhalten wird Markt sonst erzielbare Preise erbringt . Wahrscheinlichkeitsaussage muß Tatrichter allerdings weiterer Beweismittel überprüfen konkreten Fall Gewißheit wird . ; vgl. auch . 16.5.2002 § Erfahrungssatz 8) . mag ausnahmsweise Konstellationen geben Tätigkeit Kartells Mehrerlös erwächst zumindest auszuschließen ist . Mehrerlös Außerkraftsetzung Marktmechanismen entsteht werden zeitliche Dauer Kartellabsprachen Intensität beachten sein . hat Auswirkungen Erörterungspflichten Tatrichters . Je länger nachhaltiger Kartell praktiziert wurde je flächendeckender angelegt ist so höhere Anforderungen sind Darlegungen Tatrichters stellen wirtschaftlichen Vorteil Kartellabsprache verneinen will . wird Begründung Oberlandesgerichts gerecht . Oberlandesgericht geht Nachfrageüberhang Berliner Markt hält Entstehung kartellbedingten Mehrerlöses erwiesen . ist insoweit zutreffend starke Nachfrage Quotenvereinbarung überlagern könnte . Bestünde nämlich Nachfrageüberhang hätte Folge Anbieterseite fortgeschriebenen Quoten unbedingt Mehrerlös führen müßten quotierten Mengen starken Nachfrage ohnehin Absatzmöglichkeit bestanden hätte . Nachfrageüberhang Ausnahmetatbestand Sinne oben formulierten Grundsätze darstellen könnte belegt Oberlandesgericht indessen nur unzureichend widerspruchsfrei . Annahme Nachfrageüberhangs lassen bereits Feststellungen Oberlandesgerichts Entstehung Quotenkartells vereinbaren . Oberlandesgericht führt insoweit nämlich Befürchtung etablierten Anbieter werde vernichtenden Preiswettbewerb " kommen UA Gründung Quotenkartells geführt habe . Befürchtung hätte aber Grundlage starken Nachfrage überhaupt vernichtenden Preiswettbewerb hätte kommen können . übrigen würden Anbieter Zeiten großer Nachfrage Markt eröffneten Gewinnchancen nutzen mithin also bestrebt sein Preise hoch halten . Ermittlung Kartell preiswirksam wurde hätte insbesondere näherer Darlegung bedurft Durchschnittspreise Kubikmeter Vorfeld Kartellgründung also 2 . Jahreshälfte Jahres dann Jahr entwickelt haben . fehlen Jahr Feststellungen . Jahr beschränkt Oberlandesgericht Mitteilung Durchschnittspreisen ; selung dahingehend Preise zeitlich entwickelt haben nimmt Oberlandesgericht . Gerade Hinblick erst Jahresverlauf Kartell beigetretenen Nebenbetroffenen käme Vergleich Preise Beitritt Kartell erhebliche Aussagekraft . Eingehender Erörterung hätte auch preisliche Situation Nachfrageeinbruch Jahr bedurft . Auffallend ist insoweit Durchschnittspreise kaum gesunken sind . Oberlandesgericht erklärt zwar nachvollziehbar Umstand erhebliche zeitliche Abstände Vertragsschluß Lieferung gegeben habe also geschlossene Verträge erst später ausgeführt abgerechnet worden seien . Frage Preiswirksamkeit Quotenkartells wäre jedoch Untersuchung neu geschlossenen Verträge besonderem Aussagewert gewesen . Nachfragerückgang führt auch zeitlicher Verzögerung Rückgang Preise . Sinkende Nachfrage bedingt schärferen Wettbewerb angebotenen Preise ausgetragen wird . Umgekehrt indiziert nur geringer Preisrückgang sinkender Nachfrage wettbewerblichen Strukturen etwa Vorliegen Kartells intakt sind . entsprechender mehr markttypischer Mehrpreis könnte zumindest Schlußphase Kartells Jahre vorgelegen haben . sprechen insbesondere hohe Durchschnittspreis DM Kubikmeter dann Oktober angebotene Preis DM Kubikmeter Beendigung Kartells führte . Schließlich sind auch Feststellungen Nachfrageüberhang widerspruchsfrei . Staatsanwaltschaft zutreffend ausführt bestehen insoweit Unklarheiten Ausführungen Urteil Nebenbetroffenen höhere Quoten bemüht teilweise Quoten überschritten haben . setzt aber freie täten verfügt haben müssen andernfalls Bestrebungen erklärbar wären . Vorhandensein freier Kapazitäten deckt aber Annahme Nachfrageüberhangs . Ansatz zutreffend sieht Oberlandesgericht allerdings Vorliegen Mehrerlöses sprechendes Indiz europaweiten " S. " Ausschreibungen Jahre vergleichbare Bauvorhaben Preise erzielt " Platz " wurden Durchschnittspreis gleich sogar höher gewesen sei . Gesichtspunkte schließen jedoch Annahme kartellbedingten Mehrerlöses . Ausschreibungspreise geben nur Anhalt Jahr können besonderen Wettbewerbssituation Großbaustellen beruhen Betracht kommende Anbieterkreis schon Kapazitätsgründen beschränkt sein wird . Vergleich ist nur aussagekräftig Preisgefüge längeren Zeitraum erfaßt . Nur dann Preise auch Zeit praktisch gesamte Berliner Markt kartellgebunden war vergleichbaren Größenordnungen bewegten ist Rückschluß fehlenden kartellbedingten Mehrerlös sachgerecht . Läßt Hinblick Marktsituation Ende Kartells naheliegen wird Entstehung kartellbedingten Mehrerlöses Nebenbetroffene nachweisen kann Höhe Mehrerlöses geschätzt werden § Abs. Satz . . werden Preise Grundlage Schätzung sein müssen Zeiträume gebildet haben Kartellabreden beeinflußt sind . besondere konjunkturelle Einflüsse Preisbildung geprägt haben ist Umstand Wege Schätzung Rechnung tragen Vergleichsmärkte entsprechenden konjunkturellen Bedingungen herangezogen werden . ergebenden Preisdifferenzen könnten dann Kartellabrede beeinflußten Markt übertragen werden . hat neue Tatrichter Ermittlung Schätzungsgrundlagen auch Schätzung Zweifelsgrundsatz Regel Form entsprechender Sicherheitsabschläge beachten . Raum Bornkamm Meier-Beck